Knowtech 2007 - Retrospektive - Teil 2
Verfasst von simon.dueckert am 29. November 2007 - 16:39.
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Eine Agenda für Wissensmanagement und intellektuelles Kapital in Deutschland
- Referent: Günther Szogs (Commerzbank AG)
- Wissensbilanz made in Austria.
- Wissensbilanz made in Germany (http://www.akwissensbilanz.org).
- New Club of Paris.
Die wachsende Bedeutung von ICM für die Unternehmensbewertung
- Referent: Ralf Frank (DVFA GmbH)
- Erfahrungen der Unternehmen: Berichte (z.B. Nachhaltigkeitsbericht) werden nicht angenommen, da sie "Narrative" enthalten und keine Zahlen.
- Sinnvoller Ansatz: Nicht-Wissen ist ein Risiko.
- Non- bzw. Extra-Financial Reporting (vs. Wissensbilanz vs. Intellectual Capital Statement vs. Intellectual Capital Report vs. Wissens-Gewinn-und-Verlust-Rechnung vs. Wissens-Kapitalflußrechnung).
- Ca. 30 Kern-Performance-Indikatoren (KPI) wurden definiert (Kategorien: Environment, Social, Governance und Zukunftsfähigkeit).
- Eine Umfrage ergab die Top-3-KPIs: 1. Customer Satisfaction 2. Revenues with New Products introduced 3. R&D Expenses.
- http://www.dvfa.de/kpis.
Bedeutung von Wissensbilanzen im Prozess der Kreditgewährung
- Referent: Guido Pfeiffer
- "Investitionen in Intellektuelles Kapital schlagen sich nicht in der nächsten GuV nieder".
- "Die Wissensbilanz ist ein Informationinstrument für immatrielle Werte".
- Betrachtungszeiträume
- Kurzfristig (1-2 Jahre): Gewinnfähigkeit
- Mittelfristig (3-6 Jahre): Wettbewerbsfähigkeit
- Langfristig (7-9 Jahre): Veränderungsfähigkeit
- "Frage: wie wirken Human-, Struktur- und Beziehungskapital auf den Geschäftserfolg?".
- Kreditgewährungsprozess: Antragsvorbereitung, Bonitätsbewertung (z.B. Rating), Kreditentscheidung, Lufende Betreuung und Risikomanagement.
Der deutsche Wolf wird langsam Grau - Wissensmanagement und Personalentwicklung für alternde Belegschaften
- Referent: Prof. Manfred Becker
- Problem ist weniger das altern, sondern das schrumpfen der Gesellschaft.
- Existenz einer "Alterskultur" wird (noch) nicht akzeptiert.
- Forschungsprojekt ADM.
- Kompetenzarten: Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Personale Kompetenz und Soziale Kompetenz.
- Gesundheit- und Familienmanagement gewinnen mit alternden Belegschaften an Bedeutung.
- Phasen in Zukunft: 1. Ausbildung und Berufseinstiegs-Modell 2. Kern-Arbeits-Weiterbildungs-Modell 3. Teilzeit-Arbeits-Teilruhestands-Modell.
Gestaltung wissensintensiver Geschäftsprozesse aus Arbeitnehmersicht - Zu ambivalenten Entwicklungen in der Wissensarbeit
- Referent: Peter Stahn (IG Metall)
- "Umbruch in Ökonomie und Arbeit als Folge der umfassenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche".
- "Zeitalter des Fordismus - eine erfolgreiche Nachkriegskonstellation geht zu Ende".
- Kern der Restrukturierung seit Ende der 70er Jahre: 1. Liberalisierung der Finanzmärkte 2. marktgesteuerte Renditevorgaben 3. Herrschaft der gespaltenen Ökonomie (Produktivitätssteigerung vs. Anzahl sozialversicherungspflichtige Stellen).
- Quelle: INQA-Studie "Was ist gute Arbeit?".
- Restrukturierung der Geschäftsprozesse mit neuen Management-Methoden: Ablösung der betrieblichen Kontroll- und Kommandohierarchien, Kostensenkungsstrategien des Shareholder Value, Flexible Standardisierung, Best Practice - Kennnziffern aus Benchmarks, Organisations und Koordinationsformen für die Wissensintegration wird zum kritischen Erfolgsfaktor.
- Belastungen in der Wissensarbeit: individuelle Routinearbeiten, repetetive Teiltätigkeiten, Anwendungen von Methodenstandards, Arbeiten nach Zielvorgaben, Durchführungen von Teiltätigkeiten.
- Neue Freiheiten durch Wissensarbeit: kontinuierliche Verbesserung, vollständige Handlungsaufgaben, kreatives Problemlösen, Selbstorganisation, Geschäftsprozeßorientierung.
- Wissensarbeit erlebt einen Funktionswandel: 1. Qualifikationsvermögen und Berufsethos geraten in Wiederspruch zur betriebswirtschaftlichen Organisationslogik 2. Abwertung informellen praktischen Erfahrungswissen in karriereorientierten Positionskämpfen 3. Verändeurng in den Unternehmenskulturen.
Von faszinierenden Freiheiten und notwendigen
- Referent: Jochen Robes
- Herkunft des Wortes Blog auf der Webseite von Jorn Barger (1997).
- Beispiel "Knackbarkeit" von Fahrradschlössern tauchen in der Blogosphäre auf.
- Beispiel Ellen Simonetti: "I was fired for blogging".
- IBM Blogging Policy and Guideline.
- Bericht von Deutsche Bank Research: Blogs: ein neues Zaubermittel der Unternehmenskommunikation?
- Wichtige Literatur:
- Andrew McAffee: Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration (Search, Links, Authorship, Tags (taxonomie AND folksonomies, Extensions, Signals (rss, atom etc.).
- Nicholas Carr: Is Web 2.0 enterprise-ready?
- Tom Davenport: Why Enterprise 2.0 Won't Transform Organizations.
- Dion Hinchcliffe: The state of Enterprise 2.0.
Wikis unterstützen die Zusammenarbeit
- Referenten: Tobias Ahlert, Hr. Schmieder (Liebherr), Anja Flicker (reinisch AG)
- Anwendungsfall: Wiki als Hilfesystem zu einer Dokumentationsdatenbank.
- Wiki-Kultur erzeugen: Offenheit, Toleranz und Vertrauen.
- Wiki-Engine: Confluence.
- Realisierung der Plattform: 1. Vorgespräch, Bedarfsanalyse 2. Planung, Toolentscheidung (Workshop) 3. Inhaltliche Konzeption (Workshop) 4. Aufbau Wiki-Struktur offline 5. Präsentation Supplier-Konferenz 6. Installation + Start Live-System 7. Initialbefüllung (Spezifikationen, Schulungsunterlagen, Hilfen und Regeln zum Wiki) 8. Einführung, Schulung 9. Regelbetrieb 10. Weiterentwicklung.
- Konfiguration: Wiki-Bereiche mit "Community-Charakter" (jeder kann lesen und schreiben, z.B. Admin Wiki, User Wiki, Wiki Sandbox), Wiki-Bereiche mit kontrollierten Inhalten.
- Erfahrung (Lessons Learned): im Unternehmen sollte am Anfang klar gesagt werden, wofür das Wiki verwendet kann und muss(!).
- Nächste Schritte: Aufbau Terminologieliste, Aufbau Abkürzungsverzeichnis, Akzeptanz bei Mitarbeitern und Lieferanten erreichen.
EB 2.0: Die Wiki-Methode im Kontext der Lernenden Organisation
- Referenten: Peter Kraus (Elektrobit Automotive GmbH), Simon Dückert (Cogneon GmbH)
- Siehe auch Weblog Vortrag "EB Automotive 2.0 - Die Wiki-Methode im Kontext der Lernenden Organisation" auf der Knowtech 2007.
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