KnowTech 2008 -Tag 1
Verfasst von simon.dueckert am 8. Oktober 2008 - 10:56.
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Meine Notizen zum ersten Veranstaltungstag der KnowTech 2008:
1.) Technologiemanagement bei Daimler Trucks
- Referenten: Frank Stromberger (Daimler AG), Michael Dostal (intelligent views GmbH).
- Software: TeMIS Portal (auf Basis von K-Infinity der intelligent views GmbH), semantisches Wissensnetz.
- Ca. 30 Mitarbeiter im Technologiemanagement.
- Phasen des Technologiemanagement-Prozesses: 1. Phase Monitoring, 2. Phase Roadmap (1. Früherkennung 2. Technologie-Projekte 3. Implementierung 4. Transfer). Quality Gates: Projektidee, Projektreife, Prinziptauglichkeit, Konzepttauglichkeit, Anwendungstauglichkeit.
- Fünf Kernprozesse des Technologiemanagements: Technologiefrüherkennung (Suchfelder (ca. 30), Monitoring, Identifikation technologischer Signale, ungerichtetes Scanning), Strategische Analyse, Technologieplanung und -strategie, Technologierealisierung, Strategische Kontrolle.
- Informationsquellen sind Erfahrung, persönliches Netzwerk, Forschung, Wettbewerb, Internet, Intranet, die durch die Mitarbeiter in einer Technologie-Datenbank dokumentiert werden.
- "Technologiemanagement als Schritt zur Lernenden Organisation".
- Ein Wissensnetz enthält Geschäftsobjekte wie Personen, Organisationen, Projekte, Arbeitspakete etc.
- Funktionen im Knowledge Portal:
- Navigation: Material, Fertigung, Steuerung und Regelung, Technologie, Bearbeiter, Projekt/Studie/Suchfeld
- Verlauf
- Suche
- Experten zu verwandten Themen
- Zentrale Dokumente, Ähnliche Dokumente, Dokumentsuche
2.) Prozessunterstützung mit dem Wissensportal
- Refernt: Gerfried Ferchau (Volkswagen AG)
- Bereich bei Volkswagen: Konzern-Qualitätssicherung (K-GQS-1)
- "Wir müssen dieses Wissen und die ganze Erfahrung, die nicht in den Lehrbüchern steht oder an Schule und Universität vermittelt wird, sichern" (Zitat vom 14.02.2007 von Martin Winterkorn, Vorstand Volkswagen AG)
- Ankopplung an die Konzernstrategie (Reife Produkte, Robuste Prozesse, Excellente Kundenbetreuung), die Methoden-Abteilung (FMEA, TRIZ, etc.) und Prozessorientierung.
- Portfolio Wissensmanagemen: Kernfunktionen (Intelligente Recherche, Operative Prozesse, Dokumentenverwaltung, Expertenforen), Basisfunktionen (Einmaliges Anmelden, Benutzerverwaltung & Support, Sicherheit, Nutzung von Konzernstandards) und qualitative Faktoren (Prozessanalyse, Veränderungsmanagement, Kommunikation, Quantifizierung).
- Wissensportal ist konzernintern öffentlich, d.h. alle Mitarbeiter können die Inhalte im öffentlichen Bereich sehen. Es gibt aber auch geschützte Bereiche, die nicht für alle zugänglich sind.
3. Das Service-orientierte Wissensmanagement - Das Ende der traditionellen Wissensmanagementsysteme?
- Referent: Prof. Dr. Klaus Tochtermann (Know-Center GmbH)
- Projekte: APOSDLE, DYONIPOS.
- "Web 2.0 = Wissen ist Macht ist OUT, Wissen teilen ist IN".
- Mein Fazit: leider hatte der Vortrag nichts mit Wissensmanagement zu tun (weder mit traditionellem noch mit modernem), sondern es ging um traditionelles vs. modernes Datenmanagement (bzw. Informationstechnik).
4.) Aufbau einer Wissensmanagement-Strategie bei einem mittelständischen Handelsunternehmen - Bewahrung von Wissen im demografischen Wandel
- Referent: Sven Rickert (Westfalen AG), Dr. Thomas Mühlbradt (GOM)
- Demografische Veränderung: Fachkräftemangel und Bindung von Fachkräften.
- Altersstrukturanalyse
- 9% im Alter von 57-64 (2012: 18%)
- 31% im Alter von 47-56 (2012: 37%)
- 11% im Alter von 44-46 (2012: 12%)
- 49% im Alter <44 (2012: 33%)
- Wissensraum im Intranet auf Basis von easy knowledge.
- Rollen: Nutzer, Wissensmanager (als Katalysator), Themenseiten-Verantwortlicher, Leitungsebene.
- Die Themenseiten befinden sich in einem CMS. Zu jeder Themenseite gibt es einen Wissensraum-Profil mit Metadaten zur Themenseite, z.B. dem TS-Verantwortlichen.
- Projekt Mitten im Job.
- Dokumentation über Job-Profile mit Charakterisierung des Wissens, Aufbau von persönlichen Wissensräumen, Moderierter Transferworkshop.
5.) Erfahrungswissen geht in Rente: Wirkungsvolle Instrumente gegen den Wissensverlust
- Referenten: Prof. Christian Roßnagel (JCLL), Christian Keller (ck2)
- Zwei Megatrends: Kaminkarrieren sterben aus, horizontale Karriere und Fluktuation werden die Regel.
- Fluktuation durch Kündigung, Reorganisation, Expansion, Beförderung, Krankheit, Elternzeit.
- Verwendete Wissenskategorien: Arbeitsorganisation, Projekte, Unternehmenskultur, Führung, Fach-Know-How, Persönliches Netzwerk.
- Prozessschritte: Strategische Planung (Bedrohtes Wissen lokalisieren und bewerten), Operative Durchführung (Vorbereitung, Erfassung, Transfer, Evaluation).
- Entscheidungsbaum für Führungskräfte, um zu prüfen, ob es sich lohnt, einen moderierten Transferprozess anzustoßen.
- Wichtige Kompetenzen des Prozessbegleiters: Moderation, Fragetechniken.
- Transferplan: Nr., Priorität, Thema, Empfänger, Anforderungen/Erwartungen, Hinweise/Methode, ...
- Dokumentation z.B. durch Personensteckbriefe, Projektsteckbriefe, ToDo-Listen, Videodokumentation, ...
- Verwendete Software: lexican, OneNote
- Projektergebnis sind Übergabehandbücher.
- Fach- und Führungskräftewechsel sind eine gute Grundlage für weitere Aktivitäten im Wissensmanagement: Verknüpfung von Experten (CoP), Wissenstransfer aus Projekten, Bewertung des intellektuellen Kapitals etc.
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